Obwaldner Bratkäse

Der Bratkäse ist eine Spezialität der Kantone Obwalden und Nidwalden und wird heute mengenmässig vor allem in Talkäsereien aus pasteurisierter Milch hergestellt. Doch nach wie vor gibt es eine beachtliche Anzahl von Alpbetrieben, die ihn aus Rohmilch fertigen. Der Bratkäse wird geschmolzen gegessen und kann als kleiner Bruder des Raclettekäses bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den fünf bis sieben Kilogramm schweren Laibe aus dem Wallis, ist der Bratkäse aus Unterwalden nur gerade etwa ein Kilogramm schwer, und auch milder im Geschmack.

Seinen Namen hat der Bratkäse vom Umstand, dass er früher über dem offenen Feuer «gebraten» wurde. In der Literatur erwähnt wurde der mild-säuerliche Käseein erstes Mal bereits 1836. Ob der Bratkäse ursprünglich auf den Alpen oder im Tal entstand, ist umstritten. Fürs Erste spricht, dass Käse früher allgemein auf Alpen produziert wurde. Aufs Zweite deutet die andere Bezeichnung «Heikuhkäsli» hin. Gemäss dem Buch «Unser Käse» sind «Heikuhkäsli» kleine Käselaibe, die mit der übriggebliebenen Milch der Kuh oder Kühe gekäst wurden, die die Bauern daheim im Tal behielten, um nicht auf Rahm und Butter verzichten zu müssen, wenn der Rest der Herde auf der Alp gesömmert wurde.

1650 m.ü.M. Alpkäserei Eberli, Jänzimatt,
www.biohof-emmetti.ch
1610 m.ü.M. Alpkäserei Riebli, Jänzimatt (Herrenhütte),
www.fam-riebli.ch
1579 m.ü.M. Alpkäserei Zumstein, Glaubenbielen-Pass (Mühlebach),
www.obwaldner-alpchaes.ch
1377 m.ü.M Alp Arni-Schwand, Giswil, aber oberhalb Sörenberg,
www.arnischwand.ch
Auch Ziger!
1333 m.ü.M. Alp- und Erlebniskäserei Schlacht, Sörenberg:
www.alp-schlacht.ch
Seiler Käserei, Sarnen (470 m.ü.M.)
www.seilerkaese.ch

Seiler Bratkäse - Obwaldner Bratkäse

Bild © www.seilerkaese.ch

Schild von der Jänzimatt für Obwaldner Bratkäse

Weitere Information:
Bratkäse auf «Kulinarisches Erbe der Schweiz»
www.kulinarischeserbe.ch