Grenzpfad bietet genussvollen Einblick in reiche Käsetradition

Der Grenzpfad Napfbergland führt durch tiefgrüne Landstriche vom Schweizer Mittelland in die Voralpen. Auf ihm lässt sich ein «Käseland» durchwandern, das punkto Käsevielfalt und Tradition auch international gesehen einzigartig ist.
Hier werden nicht nur die drei grossen Schweizer Rohmilch-Käsesorten Emmentaler AOP, Sbrinz AOP und Gruyère AOP, sondern auch Berner Alpkäse AOP, Obwaldner Alpkäse AOP und Luzerner Alpkäsesorten hergestellt. Zusätzlich im Kulinarischen Erbe der Schweiz  enthalten sind der Bratkäse aus dem Obwaldnischen, das Mutschli und der frische Ziger. Mit Brunnenkressekäse, Mammutkäse, Goldkäse, Hegelochkäse, Bergkäsesorten, Büffelkäse, Schaf- und Ziegenkäsesorten usw. liesse sich die Reihe fast beliebig fortsetzen. So oder so macht die Vielfalt der Käsesorten die naturräumliche und kulturelle Vielfalt entlang des Grenzpfads sicht- und geniessbar. Und ist damit der reiche Ausdruck einer tief verwurzelten, jahrhundertealten Käsetradition.

 

 

Kulinarische Vielfalt: Geografische Übersicht der Käsesorten am Grenzpfad Napfbergland

Haben Sie’s gewusst? Die rund um den Napf entstehenden Sommergewitter lassen das Gras auch im tieferliegenden nördlichen Napfvorland üppig spriessen. Hier betrieben einst die Mönche von St. Urban ihre Sennereien und in den 1840er-Jahren entwickelte sich der heutige Typus der Talkäsereien. Eine noch viel längere Tradition haben die Entlebucher, Obwaldner und Emmentaler Alpkäsesorten. In den Schriften des Klosters Trub werden bereits 1453 erste kleine Labkäse erwähnt. Bereits damals ging es um die Haltbarmachung der zeitweise reichlich vorhandenen Milch in Form von Käse. Im Mittelalter stand Schaf- und Ziegenmilch im Vordergrund, erst später die Kuhmilch. Doch auch je nach Höhenlage, Klima, Boden, Herkunft des Wissens, Lage der Märkte, usw. entwickelten sich andere Käsesorten.