Etappenbeschrieb: 3. Etappe: Napf – Trubschachen / Escholzmatt

Aussichtsreiche Höhenwanderung durch den Wald und die Wiesen des Napfgebiets, oftmals gratwegs über teilweise schmale, aber gut unterhaltene Pfade. Für den Abstieg vom Turner gibt es zwei Möglichkeiten: Ins luzernische Escholzmatt oder ins bernische Trubschachen. Kulturinteressierten empfiehlt sich der ungeteerte Wanderweg hinab nach Trub, mit anschliessender Busfahrt nach Trubschachen. Dank der Bahn können Grenzpfadwanderer sowohl Trubschachen wie auch Escholzmatt besuchen.

Wanderzeit: 5-6 Std.

Höhenprofil der Etappe 3, Napf - Trubschachen:

Hoehenprofil Etappe 3

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Etappenbeschrieb Napf – Trubschachen oder Escholzmatt

Text: Werner Langenegger. Überarbeitung: Werner Stirnimann

Aussichtsreiche Höhenwanderung durch Wald und Wiesen, auf teilweise schmalen, aber gut erhaltenen Wegen. Für den Abstieg vom Turner gibt es zwei Möglichkeiten: ins luzernische Escholzmatt oder ins bernische Trubschachen. 4 bis 5 Std.

Dieser klassische Höhenweg führt vom Napfgipfel ins bernische Trubschachen oder als Variante ins obere Entlebuch nach Escholzmatt. Einen genussvolle Wegstrecke, ohne nennenswerte Gegenanstiege, stets der Krete folgend mit Sicht in die Berner Alpen und in die Entlebucher Berge.

Vom Hotel Napf führt der Weg gegen Osten, erst durch ein Waldstück, dann unterhalb des Hengstes der sonnigen Lehne folgend zum Gehöft Stächelegg (→ Willisau / Hergiswil / Menzberg, → Romoss / Holzwegen). Von der Kantonsgrenze, gleich hinter dem Haus, lohnt sich der Blick über die lotrecht abfallende Stächeleggflue. Wir schauen ins weglose Quellgebiet der Kleinen Fontannen. In einer Lichtung liegt das sagenumwobene Heimetli Änziloch. Wir wählen den Weg in südlicher Richtung – bald wieder mit der Kantonsgrenze identisch – und haben gute Sicht in den tief eingekerbten Fankhusgraben. Auf schmalem Gratweg über der Hängelenflue kommen wir zur Verzweigung Pt. 1213 bei Schwesternboden (→ Bramboden). Beglückend, weiter zu wandern auf dem sprichwörtlichen Grenzpfad mit abwechselndem Auf und Ab. Leichtfüssig geht’s über die Schafegg, den Champechnubel, die Stutzegg und vorbei am Gmeinwerch (→ Schüpfheim) zum Chrüzboden (Pt. 1155 m, → Fankhaus). Noch liegt ein schöner Weg vor uns über den Altengrat zur Schafmatt und gegen den Turner. Begleitend haben wir die herrliche Sicht ins Emmental und ins obere Entlebuch.

Variante Turner – Trubschachen

Bei Pt 1160 m, 3 Minuten vor dem Turner, wählen wir die Route nach Trubschachen. Rechts hinunter, durch ein kurzes Waldstück, dann nordseitig am Hang nach Ober Altgfäl (1095 m). Gleich rechts hinauf zum Hof, dann auf einem Grasweg über die breite Egg. Das folgende Teersträsschen über die Risisegg schmälert die Schönheit dieser Höhenwanderung keineswegs, geniessen wir doch nun stets eine herrliche Weitsicht ins Emmental.

Der mögliche Abstieg von der Schindelegg (Pt 1084 m) ins malerische Trub bietet eine Alternative für Kulturinterssierte, doch wir verbleiben auf der Strasse. Der gelbe Wegweiser auf Vorder Risisegg (1002 m) lässt uns den Hartbelag vergessen. Er leitet rechts über die Weide zum Zaundurchgang am Waldrand. Der Abstieg bis zum Hof Unter Schwand erfolgt auf geänderter und neu markierter Route. Problemlos können wir uns auf die Wegzeichen verlassen. Durch den Wald zum Hof Marchzun. Weiter abwärts auf dem Waldweg an Unter Schwand vorbei, zuletzt auf steilem Zickzackweglein, erreichen wir Trubschachen.

Variante Turner – Escholzmatt

Von der Verzweigung bei Pt 1160 m sind es wenige Minuten zum Wegweiserstandort Turner (1195 m). Ein kleiner Abstecher auf die Hügelkuppe Turner (Pt 1215) mit dem Kantonsgrenzstein lohnt sich. Zurück vorbei am Wegweiserstandort geht es nun zum Gehöfte „Bock“. Hier wählen wir den Abstieg über Roteflue, weil der Weg der anderen Variante teils schmal und exponiert ist. Bei Lochguet gelangen wir in ein idyllisches Tälchen, das in den Lumbech mündet. Von da gelangen wir in den historisch eindrücklichen westlichen Teil von Escholzmatt und weiter zu den Gasthöfen oder zum Bahnhof.