Etappenbeschrieb: 2. Etappe: Huttwil / Ufhusen – Napf

Stetig steigend bis auf das Ahorn: Entweder bequem und mit schöner Sicht von Huttwil aus über die Nyffenegg, oder von Ufhusen auf schmalen Pfaden dem wildromantischen Cholerlochbach entlang, oftmals durch den Wald direkt ins Napfgebiet. Vom Ahorn aus sehr abwechslungsreiche Höhenwanderung entlang der Kantonsgrenze Luzern-Bern, mit faszinierenden Ausblicken zu den Alpen und weiter bis auf den Napf, 1408 m.ü.M.

Wanderzeit ca. 7 Std

Höhenprofil der Etappe 2, Huttwil - Napf:

Hoehenprofil Huttwil - Napf

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Etappenbeschrieb Huttwil und Ufhusen bis zum Napf

Text: Werner Langenegger. Überarbeitung: Werner Stirnimann

Stetig steigend (entweder bequem und mit schöner Sicht von Huttwil aus über die Nyffenegg, oder von Ufhusen dem wildromantischen Cholerlochbach entlang über Wald) bis aufs Ahorn. Von dort aus sehr abwechslungsreiche Höhenwanderung der Kantonsgrenze entlang bis auf den Napf (1408m ü. M.), ca. 7 Std.

Variante Ufhusen – Hegen

Von der Strasse Ufhusen-Huttwil führt bei der Innerortstafel Ufhusen ein Feldweg direkt zum südlich gelegenen bewaldeten Bachtobel. Der Weg folgt erst dem Waldrand, dann dem Bächlein entlang bis zum Strässchen, auf dem wir den Grenzpfad von Dorf Ufhusen auch direkt erreichen können. An der Waldecke queren wir den Jakobsweg. Wir wandern am Schiessstand vorbei und gleich vor dem Bachübergang rechts ins romantische Tal des Cholerlochbaches. Der 1998 neu erstellte Wanderweg folgt abwechselnd dem linken und rechten Ufer des gurgelnden Bächleins. Stets in Bachnähe einige Gehölze querend, gelangen wir auf eine einsame Lichtung. Talauswärts haben wir nun schöne Sicht zum verträumt erscheinenden Ufhusen.

Der Weiterweg führt teilweise durch den Wald auf die Krete zu den Höfen Ober Hilferdingen und ist recht steil. Von Pt 799 in südöstlicher Richtung auf den Hilferdinger Berg mit weitem Blick in alle vier Himmelsrichtungen. Wir wenden uns nach Westen, und durch den Wald erreichen wir den schattigen Rastplatz beim Wasserreservoir. Wir folgen weiter dem Fahrsträsschen. Vom Schürhüsli bis Pt 857 bildet dieses exakt die Kantonsgrenze Luzern-Bern. Prächtig ist die Sicht ins Eriswiler Hügelland und gegen Huttwil. Vor uns liegen die bewaldeten Eggen im Napfgebiet. Der genussvolle Weg führt am Chüechnubel vorbei nach Hegen. Hier treffen wir auf die Route von Huttwil über die Nyffenegg.

Variante Huttwil – Hegen

Der markierte Wanderweg führt mitten durch das Städtchen Huttwil zu den Ortsteilen Uech und Nyffel. Für die etwas lange Strecke auf Hartbelag werden wir bald reichlich entschädigt. In Nyffel am alten Schulhaus vorbei aufwärts, dann links auf dem Strässchen gegen den Wald. Ungefährt 300 Meter nach dem Wald führt ein Wiesenpfad rechts hinauf zur Krete der Nyffenegg.

Es beginnt nun der prächtige Höhenweg mit Sicht ins Tal der Langete bei Eriswil und zum Jura. An den schönen Nyffenegghöfen vorbei, später durch eine markante Hohle und weiter gegen Hegen.

Von Pt 918 auf der Anhöhe Gruenholz, dem alten Grenzpunkt „Wagende Studen“, zuerst entlang der Fahrstrasse, anschliessend auf angenehmen Waldwegen hinauf zum Ahorn. Vom Bergrestaurant Ahorn (→ Sumiswald/Wasen) lohnt sich der kurze Aufstieg zum Kulminationspunkt 1139m. Eine herrliche Aussichtswarte da oben beim Grenzstein. Die Kantonsgrenze Luzern-Bern führt von hier weg exakt über die Ahornkrete. Etwas unterhalb auf Berner Boden liegt die beliebte Alpwirtschaft Brästenegg.

Der bevorstehende Aufstieg über Höchänzi zum Napf ist ein Weg der Superlative. Er berührt stets wieder den Grenzverlauf. Eine „Hagstelli“ (Buchenallee) säumt zum Beginn die Gratlinie. Unter den Füssen spüren wir das allgegenwärtige runde Napfgestein. Dieser typischen Nagelfluh werden wir nun auf Schritt und Tritt begegnen. In unwegsamen Bachtobeln mit steilen Felspartien, auf Eggen wie in Gräben, in der Stille dieses Berglandes erleben wir Natur pur. Vom Gehöft Chatzerschwand geht’s gemächlich auf- und abwärts am Gumen vorbei zum schön gelegenen Naturfreundehaus Ämmital. Über Ober Scheidegg und Eggstall erreichen wir die Alp Höchänzi (→ Lüdernalp) und nach einem kurzen, aber steilen Abstieg das Niederänzi. Die nordseitig steil abfallenden Flühe, Änziflue und Napfflue, umgehen wir auf sicheren Wegen, zuerst durch steile Weiden und dann durch den anfangs letzten Jahrhunderts aufgeforsteten Wald. Nahe dem Grüeblihengst (Pt 1365 m), nun wieder auf dem Bergkamm, sichten wir bald das nahe Berghaus Napf, das wir nach einem letzten steilen Aufstieg erreichen (→ Luthernbad, → Mettlenalp).

Das Gipfelplateau Napf ist mit 1408 Metern meistens nebelfrei. Zwei Panoramatafeln gegen Norden Süden weisen auf die sprichwörtliche Rundsicht. Ähnlich einem Spinnengewebe verlaufen unzählige Eggen und Gräben in allen Richtungen.