Besonderheiten

1. Etappe: Langenthal – Huttwil / Ufhusen

A Langenthal

Langenthaler Hochwassertrottoirs

LangeteIm Zentrum der Stadt Langenthal säumen auffällig hohe Trottoirs die Strassen. Dazwischen konnten früher die regelmässigen Hochwasser der Langete abgeleitet werden. Auf der Höhe des Restaurants Chrämerhuus sind die Hochwassertrottoirs direkt vom Grenzpfad aus sichtbar. Ein Abstecher lohnt sich.

 

www.myoberaargau.com Externer Link, www.langenthal.ch


 Das Museum Langenthal

PorziDie Siedlungsgeschichte Langenthals und des Berner Oberaargaus reicht bis in die Steinzeit zurück. Das Museum zeigt u.a. urzeitliche Gegenstände, mittelalterliche Baukeramik von St. Urban und moderne Kulturgüter. Auf Anfrage spezielle Öffnungszeiten und Führungen für Gruppen.

 

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B Tannenwälder auf 100'000-jährigen Böden

TannenwaldIm Gebiet zwischen Huttwil, Langenthal und Zofingen wachsen die einzigen ursprünglichen Tannenwälder des Mittellands. Sie deuten auf besonders saure, staunasse Böden hin, die seit dem Ende der vorletzten Eiszeit vor 100'000 Jahren entstanden. Gleich wie der grösste Teil des Napfgebiets blieb die Region während der letzten Eiszeit vor ca. 18'000 Jahren eisfrei.

Auszug Jahrbuch Oberaargau 2000 Externer Link


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C Baukeramik einst und heute

Baukeramik des ZisterzienserklostersIm 13. Jahrhundert erlebte die Baukeramik des Zisterzienserklosters St. Urban ihre Hochblüte. In der klostereigenen Manufaktur stellten die Mönche zwischen 1250 und 1290 die begehrten Zierbacksteine her. Noch heute werden im Ziegelwerk Roggwil bei St. Urban Backsteine hergestellt und Klosterziegler Richard Bucher begeistert Besuchergruppen mit seinem alten Handwerk.

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D St. Urban

Klosteranlage St. Urban und Chorgestühl

St UrbanHeute steht das ehemalige Zisterzienserkloster St. Urban etwas verloren in der Nordwestecke des Kantons Luzern: Bis zu seiner überraschenden Aufhebung 1848 war das Kloster jedoch in verschiedener Hinsicht ein wichtiges Zentrum im Mittelland. Erst im Verlauf der Geschichte wurden seine weit zerstreuten Besitzungen verschiedenen Kantonen zugerechnet (v.a. LU, BE, SO, AG). International bekannt ist das Chorgestühl. Es wurde im 19. Jh. verkauft und kam nach einer Odysee über Irland und Schottland erst anfangs 20. Jh. wieder nach Sankt Urban.

www.st-urban.ch Externer Link, www.sakrallandschaft-innerschweiz.ch


Eindrückliche Barockorgel

OrgelDas Kloster St. Urban war stets auch eine bedeutende Stätte der Musik. So zählt in der Klosterkirche St. Urban die grösste noch erhaltene Barockorgel der Schweiz über 2500 Orgelpfeifen. Auch handschriftliche, zum Teil illuminierte Chorbücher aus dem Mittelalter zeugen von einem reichen kulturellen Erbe. Das Alphorn ist 1527 in den Annalen des Kloster St. Urban gar das erste Mal schriftlich erwähnt.
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Skulpturenpark art-st-urban

SkulpturenparkFrüher überspannten die Mönche von Sankt Urban mit ihrem Wirken die Kantons- und Landesgrenzen. Heute tun dies initiative Leute aus der Region wie zum Beispiel Heinz und Gertrud Aeschlimann mit ihrem Projekt art-st-urban. Unter anderem macht art-st-urban vielfältige Skulpturenkunst regionaler, nationaler oder internationaler Künstler im Klosterpark einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

www.art-st-urban.com Externer Link


Naturidyll Trübelbachweiher

TruebelbachweiherNur 5-10 Gehminuten von der Klosteranlage St. Urban entfernt liegt der Trübelbachweiher in einer malerischen Waldbucht (500 m entlang Murhofstrasse und 250 m entlang Waldrand). 1999 wurde der historisch bekannte, einstmals riesige Trübelbachweiher wieder zum Leben erweckt.  Vorbei am Murhof und über den Groppenbach geht's wieder auf den Grenzpfad.

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Smaragd-Gebiet Oberaargau

BiberspurRund um St. Urban finden sich am Flüsschen Rot Biberspuren. Früher als Fastenspeise bejagt war der Biber während langer Zeit ausgerottet. Erst vor wenigen Jahren kehrte er wieder in die Region zurück. Verschiedene Organisationen setzen sich hier für europaweit gefährdete Arten wie Biber, Storch oder Rotmilan ein. Damit sie auch in Zukunft beim Wandern entdeckt werden können.

www.smaragdoberaargau.ch Externer Link


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E Klosterhöfe bei St. Urban

KlosterhofMächtige Scheunen und stattliche Wohnhäuser prägen die Kulturlandschaft rund um Sankt Urban. Weil sie sich nicht den gewohnten Schweizer Bauernhaustypen zuordnen lassen, sind sie in der Schweizer Bauernhausliteratur nicht aufgeführt, Umso mehr lohnt es sich, genau hinzuschauen: die gewaltigen Mauern, Rundbögen und mächtige Holzbalken der Klosterhöfe oder Grangien beeindrucken bis heute.



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F Kräuterlabyrinth Ludligen und Karpfenteich Äschweiher

AeschweiherNach St. Urban und vorbei an zwei Klosterhöfen führt der Grenzpfad in den Grosswald. Mit einer Landkarte ausgerüstet lohnt sich von hier aus ein kurzer Abstecher hinunter nach Ludligen, zu einem Karpfenweiher nach klösterlichem Vorbild und zu einem verträumten Kräuterlabyrinth. Bio-Spezialitäten sind im kleinen Hofladen erhältlich.

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G Historischer Hohlweg Grosswald

Hohlweg GrosswaldDie bedeutende Klosterwirtschaft von St. Urban setzte seit jeher Verkehrswege voraus. Seit dem 13. Jahrhundert sind Handelskontakte mit Basel, Solothurn, Bern und Luzern nachweisbar. Der bis drei Meter tiefe Hohlweg im Grosswald hat Tausende Passanten gesehen. Unter anderem kam hier auch das Alpvieh für die Napfalpen des Klosters, z.B. für das am Grenzpfad liegende Hochänzi, vorbei.
Begriff Hohweg: de.wikipedia.org/wiki/Hohlweg Externer Link


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H Rottaler Wässermatten und Rastplatz Flue

Rottaler WaessermattenDie Wässermatten gehören zu den eigenartigsten Kulturlandschaften der Schweiz und sind auch ein immaterielles Kulturerbe. Zudem bieten sie seltenen Tierarten Lebensraum. Fast rund ums Jahr wird Wasser breitflächig auf immer wieder andere Matten geleitet, wo mitgeführte Schwebstoffe ihre Düngewirkung entfalten. Der angrenzende Rastplatz Flue bietet eine Sitzgelegenheit am Wasser.
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I Altbüron

Spuren des Eisenbahnfiebers von 1874 / 1875

Weg-Unterfuehrung des BahndammesBei Altbüron verläuft der Grenzpfad durch die parkähnliche Rottaler Kulturlandschaft. In den 1870er-Jahren wäre diese beinahe durch eine Bahnverbindung Langenthal-Wauwil zerschnitten worden. Tatsächlich findet man noch heute am östlichen Rand von Altbüron einen Bahndamm. 1875 setzte eine Finanzkrise dem begonnenen Projekt und vielen Träumen ein jähes Ende.

www.altbueron.ch Externer Link, Auszug Jahrbuch Oberaargau 2001 Externer Link


St. Antonius-Kapelle und blumige Vielfalt

Kapelle St. AntoniusSeit 1683 thront eine Antonius-Kapelle auf dem kleinen Sandsteinhügel inmitten von Altbüron. Ein Gemälde im Kapelleninnern stellt dar, wie der St. Antonius bernische Kriegsleute während dem zweiten Villmergerkrieg mittels Blitzschlag daran gehindert haben soll, das Dorf zu verwüsten und zu plündern. Heute erblüht am Kapellhügel alljährlich Hasen-Klee, Königskerze, Thymian, usw. Auch lebt hier die Geburtshelferkröte.
www.altbueron.ch Externer Link


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J Melchnau

Burgruine und Rastplatz Grünenberg

BurgruineIm Mittelalter hausten die einflussreichen Grünenberger auf dem mächtigen Felssporn 300 vom Grenzpfad. Sie besassen Güter von Uri über Rheinfelden bis ins Emmental und ermöglichten die Gründung des Klosters St. Urban. In der ehemaligen St. Georgs-Kapelle auf Grünenberg finden sich St. Urban- Backsteine am Originalstandort. Feuerstelle und Rastplatz ergänzen die Burgstelle.

www.gruenenberg.ch Externer Link


Dorfrundgang Melchnau

MelchnauMelchnau entwickelte sich über die Jahrhunderte recht kontinuierlich. Zeitzeugen sind speziell die Bauernhäuser, in deren Bauweise sich die Veränderung der Lebensweise bis heute niederschlägt. Auch die Spuren der Reformation, der Entwicklung der Eidgenossenschaft, der Eisenbahn, der polnischen Internierten und der fortschreitenden Industrialisierung sind im Dorf sichtbar. 

www.forum-melchnau.ch Externer Link


Dorfchäsi Melchnau - Emmentaler seit 1843

Kaeserei MelchnauUrsprünglich entstand Emmentaler-Käse in kleinen Laiben auf Alpbetrieben. Ab 1820 konnte im Mittelland der Anbauertrag für Nahrungsmittel stark gesteigert und zusätzlich viel Futter angebaut werden. Dies führte zur Entstehung der ersten Käsereigenossenschaften. 1843 gründeten 13 Milchlieferanten die "Käse-gesellschaft Melchnau". Diese verarbeitet heute jährlich 4.5 Mio. Liter Milch, weiterhin zu Emmentaler und zu Spezialitäten.
www.kaeserei-melchnau.ch Externer Link


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K Babeliplatz - Waldhütte, Rastplatz und Feuerstelle

BabeliplatzBeim Babeliplatz treffen sieben Waldstrassen aufeinander. Bis zur Reformation lag er zentral in der Grosspfarrei Grossdietwil, die bis dahin auch bernische Orte umfasste. Eine Grenzpfad-Tafel zum Sonderbundskrieg von 1847 erinnert an den letzten Krieg zwischen reformierten und katholischen Schweizern, z.B. Bernern und Luzernern. Heute ist der Babeliplatz ein beliebter Treffpunkt.

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L Gondiswil

Mammut-Käse

Kaeserei GondiswilWährend der letzten Eiszeit, vor mehr als 28'000 Jahren, grasten in den eisfreien Kältesteppen der nördlichen Napfausläufer neben Rentieren auch Mammuts. 1920 wurden in Gondiswil BE und Ufhusen LU Stosszähne dieser Tiere gefunden. Obwohl heute Milchkühe an ihre Stelle getreten sind, bleiben die Mammuts in Gondiswil ein Dauerthema. Seit März 2012 trägt ein würziger Käse den Namen Mammut von Gondiswil in die weite Welt hinaus.
www.mammutkaese.ch Externer Link


Kohleweiher Gondiswil

KohleweiherDirekt unterhalb von Gondiswil wurde 1918/1919 Schieferkohle abgebaut. Überbleibsel davon ist der Kohleweiher. Die Grenzpfad-Tafel "Kies und Kohle" zeigt hier das Nebeneinander von Schotter und Kohleflötzen in der Region. Die Ur-Luther brachte nämlich grosse Kiesmassen vom Napfgebiet Richtung Norden. Dies führte zu Rückstauungen in den Nebentälern, unter anderem bis hinauf nach Gondiswil. In den entstandenen Sumpflandschaften bildeten sich in der Folge Braunkohlevorkommen.
Auszug Geotopinventar Oberaargau Externer Link, Auszug Jahrbuch Oberaargau: 2002 Externer Link und 1985 Externer Link


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M Schaukarderei und Spycherhandwerk Huttwil

SchaukardereiDer Bauernhof "untere Bäch" hat sich in den letzten 30 Jahren zu einer Schaffarm mit Wollverarbeitung gewandelt. Hier werden Schurwollduvets, Bettauflagen und Kissen hergestellt sowie Besuchergruppen in das Karden von Schurwolle eingeführt, Gäste in der mongolischen Jurte beherbergt und pro Jahr mehrere Grossanlässe durchgeführt. Sehr bemerkenswert ist auch die Vielfalt der auf dem Hof lebenden Tiere. Das "untere Bäch" ist auch ein Archehof (Pro Specie Rara).

www.spycher-handwerk.ch Externer Link


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N Huttwil

Landstädtchen Huttwil und Städtliführungen

HuttwilDas kleine Städtchen Huttwil hat seit 1313 das Stadtrecht. Seit dem späteren Mittelalter beleben Märkte den Ort im oberen Tal der Langete. Im Verlauf seiner Geschichte wurde Huttwil durch Feuer dreimal total zerstört und wieder neu aufgebaut. Seit dem Brand von 1837 prägt der ländlich-biedermeierliche Stil das Erscheinungsbild. Beliebt ist das gepflegte Blumenstädtchen auch im Winterhalbjahr - Huttwil befindet sich häufig über der Nebelgrenze.
regio-huttwil.ch Externer Link, www.myoberaargau.com Externer Link


FLYER-Werk

Flyer WerkSeit 2009 werden die Flyer-Elektrobikes in Huttwil hergestellt. Ausschlag für den Zuzug gab die schöne Hügellandschaft am Fuss des Napfs, ein ideales "Testgelände" für Flyer-Interessierte und Ausflugsziel für viele Gruppentouren. Im Empfangsraum sind verschiedenste Flyer-Modelle ausgestellt. Auf Vorreservation bringt einem der Bürgerbus ab Bahnhof Huttwil zum Werkgelände und wieder zurück (empfehlenswert).

www.flyer.ch Externer Link


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O Auf den Spuren von Kohleabbau und Mammut

KohleabbauIm Gebiet um die ehemalige Bahn- und jetzige Bürgerbushaltestelle Gondiswil wurden nach Ende des 1. und während des 2. Weltkriegs Tausende Tonnen Schieferkohle abgebaut. Gefunden wurden dabei auch Überreste einer Wald- und Wasserfauna (Hirsch, Reh, Elch, Biber, Fischotter, Schildkröte), einer Weidefauna (Riesenhirsch, Bison, Pferd, Rhinozeros) und schliesslich einer Tundrenfauna mit Mammut und Ren! Spuren des Abbaus von Braunkohle sind noch heute in der Landschaft sichtbar. Eindrückliche historische Bilder des Abbaus können zudem im Restaurant Bahnhof besichtigt werden.
Auszug Jahrbuch Oberaargau: 2002 Externer Link und 1985 Externer Link


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P Ufhusen: Kirche und Dorf auf dem Hügel

UfhusenDorf und Kirche auf dem Hügel: Das Napfgebiet wurde relativ spät durch die Alemannen besiedelt. Während ihre Verkehrswege meist über die Hügel führten, legten sie ihre Siedlungen in der Regel im Talgrund an. Die Gebiete dazwischen wurden mit Streusiedlungen genutzt. Ufhusen befindet sich als einziges Dorf der Gegend gut sichtbar auf einem Hügel. Das hängt mit dem ehemaligen Verlauf der Landstrasse Luzern-Bern hierdurch zusammen. Ein kurzer Besuch der Kirche lohnt sich.
www.willisau-tourismus.ch Externer Link


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Q Zell

Historischer Hohlweg am Jakobsweg

Hohlweg am JakobswegBis 1780 führte die alte Landstrasse zwischen Luzern und Bern sowie Solothurn und Westschweiz auf dem direktesten Weg über die Hügel der nördlichen Napfausläufer. Neben der Ausrichtung des Städtchens Willisau in Ost-West-Richtung zeugt davon der tief eingeschnittene Hohlweg von der Zeller Allmend hinab an die Luthern. Heute wird diese früher «Karren Strass» genannte steile Passage vor allem von Pilgern auf dem Jakobsweg benutzt.
www.kulturwege-schweiz.ch Externer Link


Zeller Allmend und Kiesabbau

Zeller AllmendSeit Urzeiten verfrachtet die Luthern erodierte Nagelfluh aus dem Gebiet des Napf nordwärts. Gewaltige Schottermengen wurden im Raum der heutigen Zeller Allmend abgelagert. Ein beachtlicher Teil wurde über die letzten Jahrzehnte abgebaut. Entstanden ist dabei ein gewaltiges "geologisches Fenster", das Einblick in die Jahrtausende der Erdgeschicht gibt. Eine entsprechende Plattform ermöglicht auch die Beobachtung von Tieren wie etwa des Rotmilan.
Auszug Jahrbuch Oberaargau 2001 Externer Link


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