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Die bedeutende Klosterwirtschaft von St. Urban setzte seit jeher Verkehrswege für den Handel voraus. Bereits seit dem 13. Jahrhundert sind Handelskontakte mit Basel, Solothurn, Bern und Luzern nachweisbar. Erste konkrete Wegführungen werden jedoch erst im 15. Jahrhundert fassbar. 1806 wird eine neue Strasse von Zell nach St. Urban gebaut, der weitere neue Kunststrassen folgten.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts geht der Kanton Luzern dazu über, an seinen Grenzen Zollstätten zu errichten. 1679 wurde in Ufhusen eine bescheidene Zollstelle eingerichtet. 1808  wird ein neues, repräsentatives Zollhaus gebaut. Es wird am 21. November 1847 von den eidgenössischen Truppen im Sonderbundskrieg eingeäschert. Die Bundesverfassung von 1848 hebt die Binnenzölle auf.
Das Städtchen Huttwil lädt dazu ein, über Grenzen zwischen Stadt und Land nachzudenken. Die sichtbare, Stein gewordene Gestalt ist nur ein Aspekt der Stadt. Viel bedeutender sind die Austauschprozesse, die sie ermöglicht. Als eigentliche Wiege der Stadt gilt die sumerische Kultur. Heute ist die Schweiz zu einem eigentlichen Städtesystem geworden, in das auch ländliche Räume wie das Napfgebiet eingebunden sind.

In Altbüron findet man Reste eines nie fertig gestellten Eisenbahn-
tunnels und eines Bahndammes – Zeugen des «Eisenbahnfiebers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Eisenbahnen waren die ersten grossen landschaftsverändernden Unternehmen. Mit den Transportkapazitäten, die sie kostengünstig zur Verfügung stellten,  sprengten sie Grenzen, die bis dahin das Leben der Menschen geprägt hatten.