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Langenthal und die Langete |
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Bis 1991 trat die Langete, ein Flüsschen mit Quelle im Napfbergland, in Langenthal immer wieder über die Ufer und richtete gewaltige Schäden an. Seither wird das Hochwasser weiter oben im Tal in ein Einlaufbecken und von da über einen Stollen direkt in die Aare geleitet. Die überhöhten Trottoirs in Langenthal erfüllen ihren Zweck deshalb nur noch selten. |
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Die Dohle |
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Die im Mittelland lebenden Dohlen (Corvus monedula) sind nur entfernt mit den Alpendohlen verwandt und brüten ausschliesslich unterhalb 800 Meter über Meer. Der stets in Schwärmen lebende kleine Rabenvogel ist seit den 1970er-Jahren selten geworden. In Langenthal nisten die Dohlen vor allem in Nistkästen, in St. Urban in den Türmen der Klosterkirche. |
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Tannenwald im Mittelland |
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Im Gebiet zwischen Huttwil, Langenthal und Zofingen wachsen die einzig ursprünglichen Tannenwälder des Mittellandes. Anders als die meisten Mittelland-Forste wurden die speziellen Tannenwälder nicht angepflanzt. Die Plateau-Fichten-Tannenwälder bieten dem seltenen Peitschenmoos (Bazziana trilobata) Lebensraum und deuten auf spezielle geologische Verhältnisse hin. |
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Leben auf dem Lehm |
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Der geologische Untergrund beeinflusst die darauf vorkommenden Lebewesen. So wächst der Faulbaum beispielweise meist auf Lehmböden und dient dem Zitronenfalter als exklusive Nahrung. Wasserstauende Lehmschichten können aber auch Amphibien wie die Gelbbauchunke begünstigen, die hier kleine Laichgewässer vorfinden. |
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Wässermatten |
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Die Wässermatten in den Tälern
von Langeten, Rot, Pfaffneren und Oenz sind eine der ältesten
und eigenartigsten bäuerlichen Kulturlandschaften der Schweiz.
Seit 1991 stehen sie unter dem Schutz des Bundes. Sie bieten
Lebensraum für viele selten gewordene Pflanzen- und Tierarten.
Die Bewirtschafter werden für ihren Mehraufwand und den
Minderertrag entschädigt. |
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Kies und Kohle |
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In der nördlichen
Napfregion verbergen sich im geologischen Untergrund zwei Überreste
der Eiszeit: Gletscher und gletschernahen Flüsse haben
Schotterkörper von grosser Mächtigkeit abgelagert, die heute
als Kiesgruben ein wirtschaftlich bedeutender Rohstoff sind.
Dagegen wurden die in die Schotterkörper eingelagerten
Schieferkohlen bloss in Mangelzeiten während dem Ersten und
Zweiten Weltkrieg ausgebeutet. |
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Tier- und Pflanzenwelt |
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An den der Witterung
ausgesetzten Grenzbäumen beim Ahorn lassen sich Flechten gut
beobachten. Flechten sind eine Lebensgemeinschaft zwischen einer
Alge und einem Pilz. Die extensiv bewirtschafteten Bergweiden
rund um die obere Scheidegg sind wertvolle Lebensräume für
seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Napfwälder sind ein
bevorzugter Lebensraum des Auerhuhns. |
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Nagelfluh und Gold |
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Der Napf besteht zu einem
grossen Teil aus Nagelfluh. Er entstand als Schuttfächer, den
die Ur-Aare bei ihrem Austritt aus den Alpen ins Molassemeer des
Mittellandes ablagerte. Mit diesem Geschiebe ist auch Gold aus
den Berglagerstätten der Alpen ins Napfgebiet verfrachtet
worden. Es kann heute noch als kleine, flache Flitterchen aus
den meisten Bächen gewaschen werden. |
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Natur
und Umwelt Teil 2
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