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Im 19. Jahrhundert zwang die wirtschaftliche Not Tausende Schweizerinnen und Schweizer auszuwandern. Ihr wichtigstes Ziel waren die Vereinigten Staaten von Amerika. Eigentliche Auswanderungswellen wurden 1816/1817, 1845-1855 sowie 1880-1885 festgestellt. Briefe von Auswanderern zeichnen die verschiedenen Stationen der Auswanderer anschaulich nach.

Die von den Emmentaler Bauern angelegten Äcker sind ein wich-
tiger Bestandteil des Landschaftsbildes. Die besondere Technik des Hangackerbaus ermöglicht es, auch steile Parzellen unter den Pflug zu nehmen. Während dem Zweien Weltkrieg förderte die Anbauschlacht den Ackerbau auch im Napfgebiet. Heute gefährdet der Strukturwandel in der Landwirtschaft diese traditionelle Form der Bewirtschaftung.
Der Ursprung des Emmentaler Käses liegt in der Alpwirtschaft. Küher stellten dort seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts den bekannten Hartkäse her. Seine grösste Entfaltung erfuhr das Küherwesen im 18. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert verlagerte sich die Produktion in genossenschaftliche Käsereibetriebe im Tal. Die Alp Rämisgummen in Eggiwil ist eine von drei Emmentaler Alpen, auf denen noch heute Käse hergestellt wird.

Holz aus den ausgedehnten Wäldern vom Napfgebiet bis zum Quellgebiet der Emme ist ein wertvoller, erneuerbarer Rohrstoff. Seine Verwendung und Verarbeitung hat Tradition und Zukunft. Mengenmässig fällt heute vor allem der Bedarf von Sägereien, Zimmereien, Schreinereien und der modernen Holztechnologie ins Gewicht, aber auch Hersteller von Holzspielzeugen und Musikinstrumenten setzen nach wie vor auf Holz.